Während andere im grauen Winter feststecken: So wird Reykjavik im Februar zu eurem günstigsten Traumziel mit Polarlichtern

Wenn der Februar in Mitteleuropa noch von grauem Winteralltag geprägt ist, beginnt in Reykjavik eine der magischsten Reisezeiten des Jahres. Die isländische Hauptstadt präsentiert sich in diesem Monat als perfektes Ziel für Paare, die gemeinsam etwas Außergewöhnliches erleben möchten – ohne dabei das Reisebudget zu sprengen. Die Tage werden bereits merklich länger, die Chancen auf Nordlichter bleiben außerordentlich hoch, und die Nebensaison beschert euch nicht nur günstigere Preise, sondern auch eine intimere Atmosphäre fernab der Sommermassen.

Warum Reykjavik im Februar eure nächste Paarreise werden sollte

Februar ist einer der unterschätztesten Monate für einen Besuch in Islands Hauptstadt. Während viele Reisende die kältere Jahreszeit meiden, bietet gerade dieser Monat eine einzigartige Kombination aus Winterzauber und erwachender Vorfrühlingsstimmung. Die Temperaturen bewegen sich meist zwischen minus zwei und plus drei Grad – deutlich milder als viele erwarten würden. Das liegt am Golfstrom, der Island trotz seiner nördlichen Lage ein relativ gemäßigtes Klima beschert.

Die Stadt erwacht langsam aus ihrer Winterruhe, die Museen und Cafés sind angenehm besucht, und ihr habt die spektakulären Naturwunder der Umgebung fast für euch allein. Zudem fallen die Unterkünftspreise im Februar deutlich niedriger aus als in den Sommermonaten, sodass ihr für 60 bis 90 Euro bereits komfortable Doppelzimmer in zentraler Lage findet.

Die Stadt selbst: Kompakt, bunt und voller Charakter

Reykjavik lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Die Innenstadt ist überschaubar, sodass ihr die meisten Sehenswürdigkeiten bequem erlaufen könnt. Beginnt euren Tag mit einem Spaziergang entlang der Laugavegur, der Haupteinkaufsstraße, die gesäumt ist von bunten Häusern, lokalen Designshops und gemütlichen Cafés. Die Architektur wirkt im Februar besonders fotogen, wenn die niedrig stehende Sonne die pastellfarbenen Fassaden in warmes Licht taucht.

Die Hallgrimskirkja, das markante Kirchengebäude, das die Skyline dominiert, solltet ihr unbedingt besuchen. Für etwa 10 Euro könnt ihr den Turm besteigen und einen atemberaubenden Rundumblick über die Stadt, den Hafen und die umliegenden Berge genießen. An klaren Februartagen reicht die Sicht bis zum Snæfellsjökull-Gletscher in der Ferne.

Der alte Hafen hat sich in den letzten Jahren zu einem kreativen Viertel entwickelt. Hier findet ihr kleine Galerien, Werkstätten und authentische Fischlokale, in denen eine frische Fischsuppe für 12 bis 15 Euro auf den Tisch kommt – perfekt, um sich nach einem Spaziergang in der Kälte aufzuwärmen.

Nordlichter jagen: Das romantische Highlight

Der Februar bietet ideale Bedingungen für die Beobachtung der Aurora Borealis. Die Nächte sind noch lang genug und dunkel genug, während die statistischen Chancen auf klaren Himmel bereits steigen. Ihr braucht dafür keine teuren geführten Touren zu buchen. Mit einem Mietwagen oder sogar mit dem öffentlichen Bus könnt ihr euch selbst auf die Suche machen.

Fahrt etwa 15 bis 20 Minuten aus der Stadt hinaus in Richtung Grótta-Leuchtturm oder zum Kleifarvatn-See. Ladet euch eine der kostenlosen Nordlicht-Apps herunter, die euch die aktuellen Aktivitätswerte und Wolkenvorhersagen anzeigen. Packt Thermoskannen mit heißem Tee oder Kakao ein, kuschelt euch in warme Decken und genießt gemeinsam dieses Naturschauspiel, das jeden noch so erfahrenen Reisenden sprachlos macht.

Geothermale Wärme ohne Touristenmassen

Ja, die berühmte blaue Lagune kennt jeder – aber sie ist auch entsprechend teuer und überlaufen. Island bietet dutzende alternative geothermale Bäder, die deutlich günstiger und authentischer sind. In Reykjavik selbst gibt es mehrere öffentliche Thermalbäder, in denen Einheimische nach der Arbeit entspannen. Der Eintritt kostet zwischen 8 und 12 Euro, und ihr erlebt Islands Badekultur hautnah.

Etwas außerhalb der Stadt findet ihr weitere natürliche heiße Quellen. Die Reykjadalur-Wanderung führt euch durch dampfendes Gelände zu einem warmen Fluss, in dem ihr kostenlos baden könnt. Im Februar benötigt ihr zwar gute Wanderausrüstung und solltet die Wetterbedingungen im Auge behalten, aber das Erlebnis, gemeinsam in einem natürlichen Warmwasserlauf inmitten verschneiter Landschaft zu sitzen, ist unbezahlbar.

Der Golden Circle: Selbst organisiert und preiswert

Die klassische Route zu den drei Hauptattraktionen – dem Þingvellir-Nationalpark, dem Geysir-Geothermalgebiet und dem Gullfoss-Wasserfall – lässt sich im Februar hervorragend auf eigene Faust unternehmen. Ein Mietwagen kostet in der Nebensaison ab etwa 35 Euro pro Tag, und ihr seid zeitlich völlig flexibel.

Der Þingvellir-Nationalpark, wo die nordamerikanische und eurasische Kontinentalplatte auseinanderdriften, zeigt sich im Februar von seiner stillen, majestätischen Seite. Die Spalten und Schluchten sind teilweise mit Schnee bedeckt, was der Landschaft eine märchenhafte Atmosphäre verleiht. Der Eintritt ist frei, lediglich das Parken kostet etwa 5 Euro.

Beim Geysir-Gebiet erlebt ihr die brodelnde Kraft der Erde. Der Strokkur bricht alle paar Minuten aus und schießt eine bis zu 30 Meter hohe Wasserfontäne in den Himmel. Im Februar entsteht durch die kalte Luft ein besonders dramatischer Dampfeffekt. Auch hier ist der Zugang kostenfrei.

Der Gullfoss-Wasserfall präsentiert sich im Winter teilweise vereist – ein spektakulärer Anblick, wenn die Wassermassen zwischen Eisskulpturen hindurchstürzen. Plant für die gesamte Route einen Tag ein und packt euch Proviant ein, denn die Restaurants entlang der Strecke sind überteuert.

Kulinarisch clever durch Reykjavik

Island hat den Ruf, ein teures Reiseland zu sein, und das stimmt teilweise. Aber mit der richtigen Strategie könnt ihr auch hier günstig genießen. Nutzt Supermärkte für euer Frühstück und bereitet euch Sandwiches für unterwegs vor. Ein Einkauf für zwei Personen für einen Tag kostet etwa 20 bis 25 Euro.

Mittags bieten viele Restaurants günstige Tagesmenüs an. Für 15 bis 20 Euro bekommt ihr eine Suppe oder einen Eintopf mit Brot – oft in Portionen, die so reichhaltig sind, dass sie fast als Hauptmahlzeit durchgehen. Die traditionelle isländische Lammsuppe wärmt nicht nur, sondern gibt euch auch einen authentischen Einblick in die lokale Küche.

Abends könnt ihr in den Lokalen rund um den alten Hafen frischen Fisch zu faireren Preisen genießen als in der touristischen Innenstadt. Ein Teller mit frisch gegrilltem Fisch liegt bei etwa 25 Euro – immer noch eine Investition, aber für die Qualität angemessen. Alternativ gönnt euch ein- oder zweimal einen berühmten isländischen Hot Dog von einem der Straßenstände für gerade einmal 4 Euro.

Fortbewegung: Zu Fuß, per Bus oder Mietwagen

Innerhalb Reykjaviks kommt ihr problemlos zu Fuß überall hin. Die Stadt ist kompakt und fußgängerfreundlich. Für Strecken zum Perlan-Museum oder zur Halbinsel Seltjarnarnes könnt ihr den städtischen Bus nutzen. Eine Einzelfahrt kostet 4,50 Euro, deutlich günstiger ist die wiederaufladbare Karte, die ihr an Kiosken kaufen könnt.

Für Ausflüge in die Umgebung lohnt sich ein Mietwagen. Achtet darauf, ein Fahrzeug mit Winterreifen zu wählen – das ist im Februar ohnehin Standard. Die Straßenverhältnisse sind in der Regel gut geräumt, aber informiert euch täglich über die Wetterbedingungen auf den offiziellen Straßeninformationsseiten. Teilt ihr euch die Kosten als Paar, wird es durchaus erschwinglich.

Unterkunft: Gemütlich und bezahlbar

Im Februar findet ihr in Reykjavik ein breites Angebot an Unterkünften zu Nebensaisonpreisen. Gästehäuser und kleine Privathotels bieten Doppelzimmer ab 60 Euro, oft mit Frühstück oder zumindest Zugang zu einer Gemeinschaftsküche. Letzteres ist Gold wert, denn so könnt ihr euch selbst versorgen und erheblich sparen.

Wohnungen über Buchungsplattformen sind eine weitere Option, besonders wenn ihr mehrere Tage bleibt. Für 80 bis 100 Euro pro Nacht bekommt ihr oft ein gemütliches Apartment mit Küche, Wohnbereich und allem Komfort. Das schafft auch eine heimelige Atmosphäre, in der ihr abends gemeinsam kochen und den Tag Revue passieren lassen könnt.

Die kulturelle Szene Reykjaviks blüht auch im Februar. Kleinere Konzerte in intimen Venues, Lesungen und Kunstausstellungen bieten euch die Möglichkeit, in das kreative Leben der Stadt einzutauchen. Viele Events sind kostenlos oder kosten nur einen symbolischen Eintrittspreis. Schaut in die lokalen Veranstaltungskalender oder fragt in eurer Unterkunft nach Geheimtipps.

Reykjavik im Februar ist mehr als nur eine Städtereise – es ist ein Eintauchen in eine Welt aus Feuer und Eis, aus Stille und Naturgewalt, aus Gemütlichkeit und Abenteuer. Als Paar erlebt ihr hier gemeinsame Momente, die lange nachwirken werden, ohne dass eure Reisekasse übermäßig strapaziert wird. Die Kombination aus urbaner Kultur und unmittelbarer Nähe zu spektakulärer Natur macht die isländische Hauptstadt zu einem Reiseziel, das gerade in diesem Monat seinen ganz besonderen Charme entfaltet.

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Nordlichter jagen zu zweit
Geothermale Bäder ohne Massen
Golden Circle im Schnee
Günstige Nebensaison-Preise
Kompakte Stadt zu Fuß erkunden

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